Von der Erschaffung der Welt bis zur Französischen Revolution (Teil 3)

Und hier folgt der Teil 3 aus der Serie „Von der Erschaffung der Welt bis zur Französischen Revolution“ (aus „Kurzer Abriß der Religionsgeschichte von Anbeginn der Welt bis auf unsere Zeit“ 1850/1914; Teil 2 „Von Abraham bis Moses“):

Von Moses bis Saul
(ungefähr 1500-1095 v.Chr.)

9. Nach Joseph’s Tod wurden die Israeliten zu einem großen Volk, mussten aber von den Ägyptern die härteste Knechtschaft erdulden, bis endlich Gott dem Moses in einer Feuerflamme mitten aus einem Dornbusch erschien, und ihm den Auftrag gab, die Kinder Israels nach Kanaan zurückzuführen. (1500 v. Chr.). Jedoch der Pharao, der ägyptische König, wollte sie nicht ziehen lassen. Da sandte der Allerhöchste schreckliche Plagen über Ägypten und zuletzt einen Engel, der alle Erstgeborenen der Ägypter in eine Nacht tötete. Den Israeliten aber nahte der Würgengel nicht, weil sie ihre Haustüren besprengt hatten mit dem Blut des Osterlammes, welches sie auf Gottes Geheiß in derselben Nacht aßen.

Es war dies eine Vorbedeutung, wie einst die Menschen durch das Blut Jesu Christi, des wahren göttlichen Osterlammes, das wir im heiligen Abendmahl genießen, vom ewigen Tod sollten gerettet werden.1

10. Hierauf ließ der Pharao die Israeliten ziehen. Bald aber reute es ihn. Eiligst versammelte er seine Kriegsscharen, und setzte den wehrlosen Israeliten nach. Diese flehten voll Angst und Schrecken zu Gott um Hilfe. Da streckte Moses auf Gottes Befehl seinen Stab aus über das rote Meer; und sieh, das Meer teilte sich vor ihnen. Wie Mauern stand rechts und links das Wasser, und trockenen Fußes zogen sie hindurch. Der Pharao eilte wütend nach, mitten hinein ins Meer; jedoch plötzlich schlugen die Fluten, indem Moses seinen Stab nochmals über sie ausstreckte, wieder zusammen, und begruben ihn mit seiner ganzen Heeresmacht.2

11. Die Kinder Israels mussten nun durch eine große Wüste ziehen und kamen an den Berg Sinai. Hier gab ihnen Gott unter Blitz und Donner die zehn Gebote, auf zwei steinernen Tafeln geschrieben, erneuerte auch den Bund, welchen er mit ihren Vätern geschlossen hatte, und ordnete ihren Gottesdienst und ihre bürgerliche Verfassung durch höchst wohltätige Gesetze. Aber das Volk vergaß sogleich Gottes Gebote und Wohltaten, klagte und murrte ohne Unterlass, ja verging sich so sehr, dass es ein goldenes Kall gießen ließ, und dasselbe anbetete.3

12. Für ihre schweren und vielfachen Vergehen mussten die Israeliten 40 Jahre in der Wüste verbleiben, bis ein anderes besseres Geschlecht herangewachsen war. Doch hörte Gott nicht auf, ihnen Gutes zu erweisen. Er ließ ihnen Brot (Manna) vom Himmel regnen, gab ihnen Wasser aus einem Felsen, und führte sie schließlich nach Mose Tode in das gelobte Land Kanaan oder Palästina, welches sie durch seinen mächtigen Beistand eroberten, und unter sich nach den 12 Stämmen verteilten.

Dies alles war eine Vorbedeutung des künftigen Heils (1.Kor. 10, 6). – Die Befreiung aus der ägyptischen Knechtschaft bedeutet unsere Befreiung aus der Knechtschaft des Satans durch Jesus Christus. – Der Zug durch die Wüste bedeutet unsere Pilgerschaft auf Erden, wo Gott uns seine Gesetze gibt, uns mit dem wahren Himmelsbrot nährt, und ans den Lebensquellen der Gnade stärkt, – Das gelobte Land weist auf den Himmel hin, den wir mit Kampf erobern und ewig besitzen sollen.4

13. In diesem schönen Land lebten sie glücklich und gesegnet vom Herrn, bis sie gegen Gottes Gebot eheliche Verbindungen mit den Heiden eingingen, und dadurch wieder in Laster und Abgötterei verfielen. So oft sie nun vom Allerhöchsten sich abwandten, gab er sie in die Gewalt ihrer Feinde: kehrten sie aber zurück, so erweckte er unter ihnen fromme Helden, Richter genannt, wie Gideon, Jiftach, Samson, welche sie von ihren Feinden befreiten.5

1Wie erging es den Nachkommen Israels in Ägypten? Wen berief Gott zu ihrer Befreiung? Wie berief er den Moses? Wurde diese Befreiung leicht bewerkstelligt? Was tat Gott deshalb den Ägyptern? Schadete der Engel auch den Israeliten ? Warum schadete er ihnen nicht? Was bedeutete das Blut des Osterlammes?

2War es dem Pharao Ernst, als er die Israeliten ziehen ließ! Was tat er? Was taten ihrerseits die Israeliten? Wie wurden sie gerettet? Wie strafte Gott den Pharao?

3Kamen nun die Israeliten gleich nach Kanaan? Was geschah am Berg Sinai? Gab Gott den Israeliten hier bloß die zehn Gebote? Waren sie dankbar für so viele Wohltaten?

4Wie wurde ihr Undank bestraft? Verstieß sie Gott völlig? Welche Wohltaten erwies er ihnen noch? Wann und wie kamen sie in das Land Kanaan? Liegt nicht in diesem Allem eine Vorbedeutung? Was bedeutet die Befreiung aus Ägypten? Was bedeutet der Zug durch die Wüste? An was erinnert uns das gelobte Land?

5Wie lange dauerte die Wohlfahrt der Israeliten in Kanaan? Wie erging es ihnen, wenn sie Gott beleidigten? Wie half ihnen Gott, wenn sie wieder Buße taten?

(Fortsetzung folgt)

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Ein Gedanke zu “Von der Erschaffung der Welt bis zur Französischen Revolution (Teil 3)

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