Depressionen, Heilung und die Liebe Gottes

Das hier ist eine sehr persönliche Geschichte. Versuche sie als deine eigene Geschichte zu lesen. Vielleicht schenkt Gott auch dir Heilung. Ich wünsche es dir von Herzen!

Heute früh morgens habe ich es ganz klar verstanden, warum ich krank und depressiv bin. Ich fühle mich nicht geliebt. Ich fühle mich wertlos. Ich will lieber sterben als innerlich zu leiden.

Meine Depressionen werden in der Regel dadurch ausgelöst, dass ich mich abgelehnt fühle. Wenn mich jemand übervorteilt. Wenn mir jemand Böses will. Wenn jemand kein Mitgefühl mit mir hat. Wenn mich jemand scheinbar oder tatsächlich nicht mag oder nicht liebt. Ich bin da besonders sensibel. Und da hilft auch kein rationales Abtun, als wäre das ja nicht so schlimm oder so. Es verletzt die Seele.

Das schlimmste Ereignis für mich war wohl als mir klar wurde, dass mich meine damalige Freundin nicht (mehr) liebt. Als mir klar wurde, dass es meiner Freundin egal war, ob wir uns trennen. Die Person, die ich so sehr liebte und der ich mich so sehr geöffnet hatte, drückte damit aus: das war alles gelogen, alles nicht echt. Du bist mir nicht wichtig, ich liebe dich nicht. Ob es tatsächlich so gemeint war spielt keine Rolle. Das war die Botschaft, die mein Innerstes tief verwundet hat.

Warum ist denn die Liebe zu einem Menschen so wichtig?
Weil wir ohne Liebe nicht leben können. Das Leben ohne Liebe ist in der Tat die Hölle. Und davor will Gott uns bewahren. Weil er uns liebt und weil er die Liebe ist.

Wir Menschen machen oft den Fehler, dass uns etwas anderes wichtiger ist oder wird als die Liebe. Wir denken, dass wir auf die Liebe zumindest teilweise oder zeitweise verzichten können, wenn wir dafür etwas scheinbar besseres und wertvolleres erhalten können. Oder um unangenehme oder schmerzhafte Situationen zu vermeiden.

Bereits Adam und Eva ließen sich verführen, der Liebe, d. h. Gott, die Unabhängigkeit und damit die Macht der Eigenständigkeit vorzuziehen. Sie wollten wie Gott sein und wurden stattdessen erbärmliche Kreaturen. Menschen, die sich auf einmal schämten und Angst hatten. Angst, dass ihre Schuld, die sie nun auch selbst erkannt hatten aufgedeckt werden würde.

Die vertrauensvolle Liebesbeziehung zu Gott und untereinander war zerbrochen. Leid kam in ihr vorheriges paradiesisches Leben. Statt Unschuld kam Sünde und mit der Sünde der Tod. Oh was für ein schreckliches Unglück!

Wie sehnen wir uns zurück zu Gott, der wahren und vollkommen Liebe! Stattdessen müssen wir uns mit Ersatz zufrieden geben. Mit unvollkommener Liebe von Menschen, die uns immer wieder verletzen und die auch wir immer wieder enttäuschen. Unser Paradies ist uns genommen worden durch unsere eigene Schuld und durch die Schuld von Adam und Eva.

Damit ließ es Gott aber nicht bewenden. Er sandte uns seinen Sohn, weil er uns immer noch liebt. Er sandte uns Jesus, der uns den Weg zurück ins Paradies zeigen sollte. Zur Umkehr zu Gott.

Und dieser Jesus trug dann unsere Schuld und unsere Strafe, weil sie für uns zu schwer war. Er starb für uns, um uns frei zu machen. Er will auch Dich frei machen. Er will Dich heilen.

Er will Dich lehren, wahrhaftig Lieben (neu) zu lernen. Mithilfe seiner göttlichen Kraft. Mithilfe des Heiligen Geistes, den er uns in der Taufe zur Vergebung der Sünden in uns ausgegossen hat. Mithilfe des Heiligen Geistes, der uns in der Firmung geistliche Stärke ermöglicht, um genauso lieben zu können wie er und der uns dann auch hilft, diese gute Botschaft zu verkünden, nämlich das Evangelium von Jesus Christus.

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